Nestgruppe:
In unserer Nestgruppe betreuen wir 10-12 Kinder im Alter von 1-3 Jahren. Bei der Gruppenaufteilung beachten wir in der Regel, dass die jüngsten Kinder in der Nestgruppe einen Platz finden.
Eingewöhnung:
Wir gestalten die Eingewöhnung nach dem Peer Group-Modell.
Dies zielt darauf ab, die Verbindung der Kinder untereinander aufzubauen und zu stärken. Es werden kleine, überschaubare Kindergruppen von je 3-5 Kindern gebildet, die sich in ruhiger Umgebung zunächst kennenlernen können. In der Nestgruppe werden wir die Kinder in zwei Peer Groups aufteilen. Auch die neuen Kinder, welche im offenen Konzept eingewöhnt werden, lernen sich in zwei Kleingruppen zunächst kennen. Hier wird der Turnraum für diese Zeit als „Eingewöhnungsraum“ umgestaltet und an die Bedürfnisse der Kinder angepasst.
Am Anfang bleibt immer eine feste Begleitperson (meist Vater/Mutter oder eine andere Bezugsperson), die die ganze Eingewöhnung begleitet, mit im Raum, so dass die Kinder jederzeit zu ihr zurückkehren können, um wieder Sicherheit „auftanken“ zu können. Das Verhalten der Begleitperson ist dabei aber eher „passiv“, sie ermutigt das Kind, Kontakt zu anderen aufzubauen und bietet sich nicht als Spielpartner an, ist jedoch immer als „sicherer Hafen“ ansprechbar.
Ein ganz besonderer Charm dieses Modells liegt übrigens darin, dass auch die Eltern eine Peer Group bilden und sich so gemeinsam stützen können.
In dieser erste Phase, die 1 Std. nicht überschreiten sollte, nehmen die Erzieher*innen Kontakt zu den Kindern auf, feinfühlig beginnen sie eine Beziehung zu dem jeweiligen Kind aufzubauen. Auch hier lernen die anderen Kinder durch Beobachtung und Nachahmung am Modell. Außerdem werden wichtige Gespräche mit den Begleitpersonen geführt, die uns helfen, die Kinder besser kennenzulernen.
Erst nach ca. 3-5 Tagen verlassen die Begleitpersonen erstmalig den Raum, erst nur für wenige Minuten, später dann, wenn möglich, gemeinsam als Gruppe für einen längeren Zeitraum. Ähnlich anderer Eingewöhnungsmodelle ist jetzt die Reaktion des einzelnen Kindes im Vordergrund und für das weitere Vorgehen ausschlaggebend.
Selbstverständlich kommt die Bezugsperson sofort wieder zurück, wenn ein Kind noch Zeit braucht. Hier gilt der Vorrang des individuellen Bedürfnisses, vor dem der Gruppe. Erfahrungsgemäß ist es für die anderen Kinder, die die Trennung schon gut meistern kein Problem, wenn ein einzelnes Elternteil noch anwesend ist. Die Dauer der Abwesenheit der Eltern wird dann schrittweise verlängert.
Sobald die Kinder (zum Großteil) alleine bleiben, werden wir die Gruppen zusammenführen. Erfahrungsgemäß findet diese Phase Ende der 2. Woche statt.
Nach 2 ½ Wochen ist für die meisten Kinder häufig der erste große Schritt zum Kindergartenalltag geschafft und wir werden die weiteren Zeiten für ihr Kind individuell mit Ihnen absprechen. Dabei ist zu beachten, dass jedes Kind ein individuelles Tempo hat.
Wichtig ist nur, dass Sie sich die Zeit nehmen, um ihr Kind angemessen zu begleiten, – daher auch die konzeptionell festgelegten verkürzten Kita-Zeiten.
Denn eine gelungene Eingewöhnung stärkt Urvertrauen, emotionale Sicherheit und fördert eine stabile Bindung – die Basis für Wohlbefinden, Lernfreude und soziale Entwicklung in der gesamten Kita-Zeit.